Sie finden im Folgenden eine Übersicht zu den wichtigsten Kennzahlen des Schienenpersonennahverkehrs, die die BAG-SPNV kontinuierlich erhebt. 

Betriebs- und Beförderungsleistung

Von 2002 bis 2016 konnten die Aufgabenträger des SPNV die Betriebsleistung, das heißt die gefahrenen Zugkilometer, von 605 auf 673 Millionen Kilometer steigern. Gleichzeitig stieg die Beförderungsleistung, d.h. die Zahl der von Fahrgästen im SPNV zurückgelegten Kilometer, von 38 Mrd. Kilometer auf 57 Mrd. Kilometer im Jahr 2016. Dass die Fahrgastkilometer deutlich schneller gestiegen sind als die Zugkilometer weist darauf hin, dass die Auslastung der Züge sich verbessert hat.

Die Beförderungsleistung hat seit 2002 um 50% zugenommen, während die Betriebsleistung nur
unwesentlich gestiegen ist - die Züge sind immer besser ausgelastet.

Wettbewerb

Die folgende Darstellung zeigt, in welchem Umfang die verschiedenen Verkehrsunternehmen in Deutschland im Jahr 2016 aktiv im SPNV-Markt waren. Der Marktanteil der DB AG liegt aktuell noch bei 67%. Voraussichtlich wird jedoch der Anteil der Wettbewerber am gesamten Markt weiterhin sukzessive steigen.

 Um die regionale Leistungsverteilung der EVU für das Jahr 2016 zu sehen, klicken Sie bitte auf das Bild.

Vergabe

Die nachfolgende Grafik zeigt die neu vergebenen und geplanten SPNV-Verkehrsleistungen nach Jahr der Betriebsaufnahme 2016 – 2022 (Stand Dezember 2017).

Die aktuell geplanten Vergaben mit Betriebsaufnahmen in den kommenden Jahren zeigen, in welchem Umfang Verkehrsleistungen bis 2022 (neu) vergeben werden und welcher Anteil davon bereits vergeben bzw. noch wettbewerblich zugänglich ist.

Mittelverwendung

Die Finanzierung des SPNV erfolgt vor allem über Regionalisierungsmittel. Die Regionalisierungsmittel werden vom Bund an die Länder gezahlt, die Aufgabenträger verwenden die Mittel zur Bestellung von SPNV-Leistungen. Die Höhe der Regionalisierungsmittel liegt seit 2016 bei 8 Mrd. € mit einer Dynamisierung von 1,8%.

Der größte Kostenfaktor sind Trassen und Stationen. Der Anteil der Entgelte für die Nutzung der Infrastruktur an den Gesamtkosten liegt derzeit bei rund 50%.